Aktionsgemeinschaft Rottenburg
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ist der Untertitel des Artikels von Christian Modehn in Publik Forum 8/2011 „Ein himmlisches Vorbild?“
Darin würdigt der Verfasser die Lebensleistung des Vorgängers von Papst Benedikt XVI. sehr kritisch. Ähnlich Ferdinand Kerstiens in der Zeitschrift „pax-zeit“ 2-10 (S. 14).
Was ist aber von einem Papst zu halten, der seinen direkten Vorgänger – trotz aller strittigen Meinungen – in Rekordzeit, ohne das Urteil der Geschichte abzuwarten, selig spricht? Hat die Kirche im Augenblick keine anderen Sorgen, als um sich selbst zu kreisen (das ist ja immer der Vorwurf an „die anderen“) und die obersten Machthaber („bei euch aber soll es nicht so sein“! [Mk 10,42]) in aufwändiger Weise zu Ehren der Ältere zu erheben? Was soll man davon halten? Läßt das vielleicht Rückschlüsse zu auf Benedikt XVI. selbst? Ist das nicht auch eine „Seligsprechung“ seiner eigenen Politik, die er mit und unter Johannes Paul II. betrieb? Ist das nicht ein eklatanter Mißbrauch eines „frommen kirchlichen Verfahrens“ (Heiligsprechungen) zu eigenen kirchenpolitischen Zwecken? Und: Schafft Benedikt XVI. damit einen Vorgang, um auch selbst in den Genuß einer Seligsprechung zu kommen? Dieses Vorgehen macht die ohnehin ökumenisch umstrittenen „Heiligsprechungen“ völlig obsolet. Aber vielleicht muß es ja so kommen...
sc
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