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Mutiger Bischof: Bischof Zak übt scharfe Kritik an Bischof Krenn

(KATHPRESS-Nachrichten)



Bischof Zak zu „Opfer“-Aussagen Bischof Krenns: „Gipfel der Heuchelei“

Utl: St. Pöltner Altbischof übt scharfe Kritik an seinem Amtsnachfolger: „Sehe mich im Gewissen verpflichtet, mein bisheriges Schweigen zu brechen“

St. Pölten, 23.4.98 (KAP)

Der St. Pöltner Altbischof Dr. Franz Zak hat am Donnerstag die Äußerungen seines Amtsnachfolgers Dr. Kurt Krenn über die Opfer in der „Causa Groer“ scharf kritisiert. Wörtlich stellte Bischof Zak in seiner Erklärung fest: „Am 15. September 1991 habe ich anläßlich meiner Pensionierung eine im Presbyterium und im Volke Gottes befriedete Diözese an meinen Nachfolger übergeben können. Seither sind bald sieben Jahre verflossen, in denen es, wie allgemein bekannt, in unserer Diözese und in der Kirche Österreichs viele Turbulenzen gegeben hat. Ich habe mich bewußt zurückgehalten und geschwiegen und alles, was mich bedrückte, im Gebet und in den Leiden meiner Krankheit Gott aufgeopfert.

Nun aber sehe ich mich in meinem Gewissen verpflichtet, mein bisheriges Schweigen zu brechen und die beleidigende und menschenverachtende Aussage von Bischof Krenn über die Opfer in der Causa Groer zurückweisen. Es stellt wohl den Gipfelpunkt der Heuchelei dar, die damals jugendlichen Opfer als schuldig zu erklären, den schuldigen Verführer aber von jeder Schuld freizusprechen. Wo bleiben hier Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe?

Zu dieser Erklärung weiß ich mich vor Gott und meinem Gewissen verpflichtet, um die Opfer zu schützen und den Gläubigen unserer Diözese, der ich immerhin 35 Jahre als Bischof dienen durfte, zu versichern, daß sie nicht allein gelassen sind.“ (ende)



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© 05.04.1998 AGR

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