AGR

Aktionsgemeinschaft Rottenburg


 

Brief an den Personalreferenten der Diözese Rottenburg-Stuttgart, ...

... Domkapitular Franz Glaser, anläßlich des Verbotes für Priester in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, vor Erreichen des 70. Lebensjahres in den Ruhestand zu gehen.

Wer davor gehen möchte, braucht künftig ein "amtsärztliches Attest".

Der Autor des Briefes ist uns bekannt, wird aber aufgrund des datenschutzträchtigen Inhalts nicht veröffentlicht.

Lieber Franz,

durch unseren Dekan habe ich heute erfahren, daß künftig für eine
Pensionierung vor dem 70. Lebensjahr das ärztliche Attest des Hausarztes
nicht mehr gilt, sondern ein bischöflich bestellter Amtsarzt aufgesucht werden
muß.

Da mir mein Dienst immer schwerer fällt und ich auf Grund meines
Schlaganfalls nicht nur Sehprobleme habe und abends kaum mehr Termine
wahrnehmen kann, sondern auch eine schmerzhafte Arthrose dazugekommen
ist, neben anderen Wehwechen, die ich nicht im einzelnen zu schildern
brauche, bitte ich um die Adresse des für mich zuständigen Amtsarztes, damit
ich, wenn es noch schlimmer kommt, gleich mit ihm Verbindung aufnehmen
kann.

Im Übrigen halte ich diese Anordnung für ein absolutes Mißtrauensvotum
gegenüber den Priestern der Diözese, was meinen Arbeitseifer im 34.
Dienstjahr ungemein beflügelt.

Ich hoffe trotzdem, daß ich noch ein Weilchen durchhalte und grüße
freundlich

N.N. - Name uns bekannt
 

... und die Fortsetzung:
 

18.11.99

Herrn
Domkapitular Franz Glaser
Postfach 9
72101 Rottenburg
 

Betr.: Brief vom 21.10.99

Lieber Franz,

am 21.10. habe Ich Dir einen Brief mit einer einzigen Frage geschrieben.  4 Wochen danach habe ich immer noch keine Antwort.

Auch mit potentiellen Simulanten sollte das Personalreferat Verbindung halten, damit sie sich vielleicht bekehren und auch noch bis 75 schaffen.

Deshalb nochmals meine Frage: Wer ist der für mich zuständige Vertrauensarzt, der mich evtl. als Simulant und den Hausarzt als Betrüger entlarven, und die fällige Pensionierung hinausschieben kann?
 
 

Kurzinformation

Glaser hat meinen Brief als Fax bekommen und gleich heute gegen 17:10 Uhr angerufen und gesagt: Dies sei eine alte Sache, vom Kirchenrecht abgedeckt. Dies sei sicher aus der Dekanenkonferenz heraus unrichtig wiedergegeben worden. Dies gilt nur, wenn einer aus der "Gesundheit heraus" einen Antrag auf  Pensionierung stellt.

Wörtlich: "Ich weiß ja, dass du krank bist."

Das heißt im Klartext: Wer als Kranker im Personalreferat bekannt (registriert) ist, muß bei einem evtl. Pensionierungsantrag vor dem 70. Lebensjahr nicht zu einem Vertrauensarzt.

... da mache man sich einen Reim darauf...

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© 20.11.1999 AGR

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