Aktionsgemeinschaft Rottenburg
![]()
21. November 2003
Auf dem Ökumenischen Kirchentag in Berlin wurden zwei Gottesdienste mit Eucharistischer Gastfreundschaft gefeiert. Die scharfen kirchenamtlichen Reaktionen darauf haben Irritation und Enttäuschung, ja Verbitterung in unseren Gemeinden ausgelöst. Besonders konfessionsverbindende Paare, Familien und viele, die sich in der ökumenischen Arbeit mit Verstand und Herz engagieren, fühlen sich vor die Tür gesetzt und ex-,,kommuniziert". Nicht wenige ziehen sich zurück.
Als Pfarrer, die Verantwortung für die Pastoral in den Gemeinden tragen, können wir dazu nicht schweigen.
Das von unserer Kirche hochgehaltene Prinzip „Keine Abendmahlsgemeinschaft ohne Kirchengemeinschaft'' ist zwar richtig. Es darf im Leben der Kirche aber nicht dazu führen, dass die Feier der Eucharistie am Ende nicht für Gemeinschaft („Communio“) , sondern für Abgrenzung und Ausschluss steht („Exkommunikation“).
Eucharistische Gastfreundschaft ist gute Tradition in unseren Gemeinden – wo Kircheneinheit im Kleinen verwirklicht wird, vor allem in Familien und überall, wo Christen um einen gemeinsamen Weg ringen und so im ökumenischen Sinn miteinander leben und arbeiten.
Um einer verantwortlichen Pastoral willen – „das Heil der Seelen ist oberstes Gesetz“, so das Kirchenrecht („salus animarum suprema lex!“) – stehen wir für diese Tradition und Praxis ein. Dabei wissen wir uns von einem breiten theologischen Konsens getragen und bestätigt.
Nichtkatholische Christen aus der Ökumene, die bewusst im Glauben die Eucharistie mitfeiern, sollen wissen, dass sie auch bei uns am Tisch des Herrn willkommen sind.
123 Unterschriften, Stand: 09.02.2004
![]()
![]()
eMail-Anschrift des Webmasters:
Stefan.Cammerer“ät“web.de
(Die
eMail-Anschrift wird hier leicht „verschlüsselt“
angegeben, um sie vor Mißbrauch zu schützen.
Sie können
Sie leicht decodieren, indem Sie statt „ät“ @
schreiben.)